Am Morgen des 16.07.2010 wurde das THW Lauf von der Leitstelle alarmiert. Auf der Autobahn A9, zwischen der Anschlussstelle Fischbach und dem Autobahnkreuz Nürnberg- Ost, hatte sich ein schwerer LKW Unfall ereignet.
Von: Michael Büttner, Zugtruppführer
Die Ladung, bestehend aus 23 to vollen PET-Getränkeflaschen

Der Getränkelaster im Straßengraben

Die Bergungsarbeiten sind in vollem Gange

Die Helfer beim Umladen in Mulden

Kurz nach 02:30 Uhr befuhr ein 32-jähriger Berufskraftfahrer aus Sachsen-Anhalt mit seinem Sattelzug die BAB 9 in Fahrtrichtung München. Zwischen den Anschlussstellen Fischbach und dem Autobahnkreuz Nürnberg-Ost kam er, auf dem Beschleunigungs- und Verzögerungsstreifen fahrend, nach rechts von der Fahrbahn ab, durchbrach 70 Meter der Schutzplanke und blieb auf der rechten Seite an einer Böschung liegen.
Der Berufskraftfahrer wurde von den eintreffenden Beamten der Verkehrspolizeiinspektion Feucht aus seinem Führerhaus befreit und durch den Rettungsdienst mit mittelschweren Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert. Die alarmierte Berufsfeuerwehr aus Nürnberg band ausgelaufene Betriebsstoffe und pumpte den Dieseltank ab.
Um 4:30 Uhr wurde das THW Lauf zur Unterstützung der Bergungsarbeiten von der Leitstelle Nürnberg alarmiert. In Zusammenarbeit mit der Autobahnmeisterei sperrten die Helfer zunächst den Beschleunigungsstreifen an der AS Fischbach sowie die rechte Fahrspur der A9. Nun war ausreichend Platz für die benötigten Fahrzeuge des Bergeunternehmens.
Um den auf der Seite liegenden LKW aus dem Graben heben zu können, musste zuerst die Ladung bestehend aus 23 Tonnen PET Flaschen von der Ladefläche entfernt werden. Durch einen Autokran wurden zwei Abrollcontainer und eine Schuttmulde direkt neben die zum Teil auch schon in der Böschung liegenden Getränkeflaschen gestellt. Mit den Händen klaubten die THW Helfer nun die gesamte Ladung in die bereitgestellten Behälter. Bei sommerlichen Temperaturen um die 30 Grad eine schweißtreibende Aufgabe.
Im Anschluss an die LKW Bergung konnte nun auch wieder die rechte Fahrspur geöffnet werden. Als abschließende Arbeiten wurde noch die Böschung von Fahrzeugteilen gesäubert und der Verzögerungsstreifen gekehrt. Gegen 14:00 Uhr kehrten die Einsatzkräfte wieder an den Standort zurück.
Eingesetzte Kräfte:
Verkehrspolizeiinspektion Feucht
Berufsfeuerwehr Nürnberg
Bergeunternehmen
THW Lauf mit
ELW
GKW II mit Lichtmast
MKW mit Plattformhänger und Radlader
LKW-Kipper mit Ladekran und Anbaugerätesatz auf Anhänger
MTW


